Wenn der Autowäscher 3x klingelt

Das Stuttgarter Startup Cleaner bietet seinen Kunden an zu ihnen nach Hause zu kommen und dort ihr Auto zu waschen ohne dabei mehr als ein Glas Wasser (!) zu verbrauchen.

Auf dem Gründerszene Event „Spätschicht“ durfte ich gestern die Jungs von Cleaner kennen lernen. Das Stuttgarter Startup bietet seinen Kunden die Fahrzeugwäsche zu Hause an. Sobald der Kunde den Service bestellt kommt ein „Cleaner“ (aka Fahrzeugreiniger 🙂 ) bei dem Kunden zu Hause vorbei oder wo auch immer der Kunde sein Fahrzeug gewaschen haben möchte.

Das besondere an der Wäsche ist nicht nur das der „Cleaner“ zum Kunden kommt sondern auch, dass bei der Wäsche fast gar kein Wasser verbraucht wird. Nach eigenen Angaben wird auf dem Fahrzeug des Kunden nur ein umweltschonender Reiniger aufgetragen und dieser wird anschließend einfach mit einem Mikrofaser Tuch abgewischt. Dabei wird das Fahrzeug nicht nur gereinigt sondern auch versiegelt und aufpoliert. Wie gut das funktioniert kann ich euch leider noch nicht sagen ich bin aber gespannt drauf.

Der Service wird zunächst in ausgewählten Städten zur Verfügung stehen wie etwa Stuttgart oder auch Moskau. Vermutlich wird der Service abhänig vom Fahrzeug um die 60€ kosten inkl. Innenreinigung. Interessant dürfte die Dienstleistung vor allem für Carsharing Unternehmen sein, die so recht einfach ihre Fahrzeuge gewaschen bekommen könnten.

Um ihren Service zu promoten haben die Jungs von Cleaner ein „cheesy“ Video gedreht, dass sicher nicht ganz Ernst zu nehmen ist mir aber auf jeden Fall das ein oder andere lächeln aufs Gesicht gezaubert hat. 🙂 Das Video gibt es hier zu sehen:

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2 Antworten zu “Wenn der Autowäscher 3x klingelt”

  1. Leider hat das was diese Leute da anbieten rein gar nichts mit professioneller Autopflege zu tun. Eher sollten sich diese Leute den Titel des Scharlatan verleihen. Man könnte den Wagen direkt mit einer Scheuermittel putzen, der Effekt wäre der gleiche, da der Dreck hier nur hin und hergeschoben wird. „Dabei wird das Fahrzeug nicht nur gereinigt sondern auch versiegelt und aufpoliert“ Bei diesem Satz zieht es sich bei mir, als passionierter Autopfleger, alles zusammen.
    Auch würde ich gerne den Wagen mal in der Sonne sehen, um die genauen Folgen dieses Massaker, von Reinigung möchte ich einfach nicht reden, dem Lack angetan hat

    Fakt ist, es gibt kein Mittel was all diese Eigenschaften in einem aufweist. Entweder es reinigt, versiegelt oder poliert. Es gibt zwar Produkte die reinigen und den Lack schützen, ich denke da an DODO Juice Sour Power, Surf City Garage Wash and Wax. Aber bei solchen All-in -One-Produkten gibt es immer eine Eigenschaft, welche auf der Strecke bleibt, und das ist meist die Schützende.
    Des weiteren passen die Eigenschaften „versiegeln“ und aufpolieren“ in keinster weiße zusammen.
    Hier gilt wieder der Grundsatz, entweder oder. Entweder ich habe ein Produkt welches eine teilsynthetische Verbindung mit dem Lack eingeht und diese Versiegelt, oder ich habe ein Produkt, welches durch seine abrasive Eigenschaften den Lack poliert und somit von Kratzern/Swirls/Hologramme oder Grauschleier befreit. Eine Kombination würde schlichtweg die Wirkung der Produkte aushebeln.

    Jedoch zieht diese Masche wegen der doch so hochgelobten Umweltfreundlichkeit. Nur ist die Frage was ist umweltfreundlicher? Sein Auto in einer SB-Box zu waschen, wo das Wasser recycelt wird, es zu Hause zu waschen oder eine Firma kommen zu lasen, welche mit der Anfahrt die Umwelt noch mehr belasten.

    Eine professionelle Wäsche ist ohne Wasser fast nicht möglich.

    Für mich folgt die Wäsche eines Fahrzeuges diesem Schema:
    Einschäumen des Fahrzeuges mit speziellem Autoshampoo/Schaumerzeuger. Der dient den gröbsten Schmutz einzuweichen, dann gründliches Abspülen mit Wasser, vorzugsweise mit einem Hochdruckreiniger.
    Im Anschluss eine 2-Eimer Wäsche. Ein Eimer mit Wasser/Shampoo und ein Eimer mit klaren Wasser. Damit minimiert man die Kratzergefahr auf ein Minimum. Erst den Mikrofaserwaschhandschuh in das Shampoowasser, dann einen Teil des Lackes damit säubern und im Klaren Wasser ausspülen. Dieser Schritt wird dann so oft wiederholt, bis der Wagen komplett gesäubert wurde. Dann mit einem stumpfen Wasserstrahl das Fahrzeug abspülen. Stumpf aufgrund der Tatsache um so wenig Wasser auf dem Lack zu lassen, was die Trocknung dann um einiges erleichtert.
    Daraufhin wird je nach Bedarf das nass Fahrzeug mit einem Detailer eingesprüht, welche hilft die Oberflächenspannung des Wasser zu brechen, was wiederum der Trocknung zu Gute kommt. Dann mit einem speziellen MFT den Waen trocknen fertig.
    Je nach Größe des Fahrzeuges dauert diese Wäsche ca. 1- 1/2 Stunden und kostet je Wäsche ca. 1€ an Material.

    • Lieber Lord Helmchen,
      vielen Dank für dein ausführliches Kommentar. Deine Professionalität in der Autopflege mögen wir gar nicht zur Debatte stellen, allerdings sind deine wertende Aussagen á la „…Eher sollten sich diese Leute den Titel des Scharlatan verleihen. Man könnte den Wagen direkt mit einer Scheuermittel putzen, der Effekt wäre der gleiche, da der Dreck hier nur hin und hergeschoben wird. …“ nicht gerade professionell. Ich vergleiche deine Anmerkungen mit Kommentaren von Journalisten und professionellen Pferdekutschern, die vor über 125 Jahren nach der ersten Fahrt von Karl Benz in Mannheim in den Zeitungen laut schrien, dass seine pferdelose Kutsche keine Zukunft hat. Genauso wie vor 2 Jahren alle Experten der E-Mobilität Mirko Hannemann, dem Erfinder der Kolibri-Batterie, gleich Betrug vorwarfen, ohne sich mit seiner Erfindung in Detail zu beschäftigen. Mehr dazu auch hier http://goo.gl/qIyg3. Dieses Schablonendenken lässt natürlich von vornherein keine Innovationen zu. Um so mehr nehmen wir solche Herausforderungen liebend gerne an und vernichten diese in Sekunden, wie wir es mit dem Schmutz auf den Fahrzeugen tun. Wir hatten bereits einige professionelle Aufbereiter und Expertern der Autohersteller von unserer Qualität überzeugen können, indem wir unsere Reinigungsmethode vorgeführt haben. Dies bieten wir auch dir sehr gerne an. Denn bevor man etwas innovatives in Frage stellt oder die Leute gleich Betrug vorwirft, sollte man es mal selbst ausprobieren.

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