Daimler zeigt mit car2go in Berlin wie Carsharing richtig geht

Car2go startet ab Ende April sein Angebot auch in Berlin und macht mit mehr Fahrzeugen und einer besseren Integration ins Verkehrsnetz vieles besser als die Wettbewerber auf dem Berliner Markt.

Wie car2go gestern bekannt gab, wird das Unternehmen ab Ende April sein Carsharing Angebot auch auf Berlin ausweiten. Berlin ist damit nach Ulm, Hamburg und Düsseldorf schon die 4. Stadt in Deutschland, in der Daimler seinen Carsharing Service anbietet. 1.000 smart fortwo werden dem car2go Kunden zukünftig in Berlin zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass rein rechnerisch alle 500m ein smart stehen wird.

Als Hauptstadt und größte Stadt Deutschlands ist Berlin auch der interessanteste Markt für Carsharing Anbieter. Car2go ist bei weitem nicht der erste Anbieter der in der Hauptstadt aktiv wird. Neben car2go hat der Berliner auch die Möglichkeit ein Carsharing Auto von Cambio, DriveNow, Flinkster, Greenwheels, Hertz on Demand und Stadtmobil zu mieten. Im Vergleich zum Wettbewerb wird car2go seinen Kunden aber doppelt so viele Fahrzeuge zur Verfügung stellen wie etwa DriveNow. DriveNow hat dafür aber interessantere Fahrzeuge im Angebot als car2gos smart fortwo.

Ein weiteres Zeichnen für den starken Wettbewerb in Berlin ist, dass car2go in Berlin eine wesentlich geringere Anmeldegebühr verlangt, mit 9,90€, im Vergleich zu weniger umkämpften Städten wie Hamburg (29,90€). Durch die geringere Anmeldegebühr ist der Service auch für die bereits bestehenden Carsharing Kunden der Wettbewerber interessant.

Um zu vermeiden ein eigenes Stationsnetz aufbauen zu müssen kooperiert car2go mit Europcar. Kunden können damit einfach in eine Europcar Filiale gehen um sich für den Carsharing Service zu registrieren. Mit der Europcar Partnerkarte bekommen car2go Kunden außerdem einen 15% Rabatt auf die Europcar Tagesrate falls sie ein anderes Fahrzeug als car2gos smart nutzen möchten.

Ähnlich wie in Düsseldorf können car2go Kunden mit ihrer Karte zukünftig auch auf andere Mobilitätsformen zurückgreifen. In einem Gemeinschaftsprojekt unter anderem mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) ist geplant, eine gemeinsame Mobilitätskarte für Berlin einzuführen. Kunden können damit dann Bus, Bahn Carsharing, Fahrradverleih und den Taxi Service nutzen. Die Abrechnung erfolgt dann über ein gemeinsames Bezahlsystem. Das gemeinsame Bezahl- und Informationsystem  wird zunächst in einem Pilotprojekt getestet.

Je einfacher die Kombination von verschiedenen Verkehrsmitteln ist, um so wahrscheinlicher ist es auch, dass Kunden davon zukünftig gebraucht machen werden und die Anschaffung eines eigenen Fahrzeugs stärker hinterfragen werden. Daimlers car2go ist hier für die BVG ein interessanter Partner da Daimler nicht nur einen eigenen Carsharing Service hat sondern auch an der myTaxi App beteiligt ist. Trotz alledem ist es erstaunlich, dass die Wettbewerber in Berlin es bisher nicht geschafft haben eine solche Kooperation auf die Beine zu stellen, da Daimler sich damit deutlich von der Konkurrenz abhebt und einen großen Mehrwert für den Kunden bietet.

Der Carsharing Markt wird auch in den nächsten Jahren stark wachsen nicht zuletzt deswegen weil die Fahrzeughersteller wie BMW (DriveNow), Daimler und VW (Quicar) ihre Angebote noch auf weitere Städte ausweiten werden. 2 Dinge werden hier für den Erfolg entscheidend sein zum einen die Verfügbarkeit und Anzahl der Fahrzeuge und zum anderen die Kooperation mit weiteren Mobilitätsformen und Daimler scheint hier seinen Konkurrenten voraus zu sein.

(Source: Daimler)

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