Autoscheiben 2.0: Wie Seitenscheiben zur interaktiven Projektionsfläche werden

Jeder von uns kennt das Gefühl während einer längeren Autofahrt hinten im Fahrzeug zu sitzen uns sich zu langweilen. Vor allem Eltern haben damit zu kämpfen ihre Kinder auf der Rücksitzbank zu beschäftigen.

Gleich 2 Fahrzeughersteller hatten daher, unabhängig von einander, die Idee interaktive Seitenscheiben für die Rücksitzbank zu entwickeln. General Motors entwickelte die Seitenscheiben zusammen mit der Bezalel Academy of Art and Design in Israel und Toyota zusammen mit dem Copenhagen Institut of Interaction Design.

Die Idee ist folgende: mit Hilfe von bewegungs- und optischen Sensoren wird die Seitenscheibe zur multitouch Oberfläche auf der sich auch interaktive Inhalte projizieren lassen. Beide Hersteller haben dann verschiedene Anwendungsbeispiele entwickelt um zu zeigen wie diese Technologie zukünftig genutzt werden kann.

GM hat gleich 4 Apps entwickelt. Die Apps geben dem User unter anderem die Möglichkeit auf der Seitenscheibe zu malen. Das Prinzip ist das gleiche wie wenn die Scheibe beschlagen ist. Mit Hilfe des Fingers können dann verschiedene Dinge auf die Scheibe gemalt oder geschrieben werden. Nur das hier anstelle von echtem Dampf eben virtueller Dampf auf der Scheibe eingeblendet wird. Eine weitere App, genannt Spindow, erlaubt es den Blick aus anderen Fahrzeugen weltweit auf die eigene Seitenscheibe zu projizieren. Interessant ist auch die App Pond, die es dem User erlaubt Musik mit anderen vorbeifahrenden Fahrzeugen auszutauschen (die rechtlichen Aspekte ignorieren wir hier einfach mal) und Textnachrichten auf die Scheiben zu schreiben.

An ähnliche Anwendungen denkt auch Toyota. Zum einen hat der User auch hier die Möglichkeit auf der Scheibe digital zu malen. Interessanter ist aber die Anwendung die es dem Nutzer erlaubt Dinge, die er in der Landschaft sieht, heran zu zoomen und größer auf die Scheibe zu projizieren so zum Beispiel Kühe die sich auf einer Weide befinden an der das Auto gerade vorbei fährt.

Unklar ist bisher noch ob diese Technologien jemals in Serie gehen werden und wenn ja wann.

Beide Hersteller haben kurze Videos entwickelt um die Technologien vorzustellen. Die Videos gibt es hier zu sehen:

Hier Toyotas Variante:

(Source: GM, Future Mobility Now)

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