Elektromobilität – Eine Bestandsaufnahme

Seit nun mehr über einem halben Jahr haben nun auch große Hersteller wie Mitsubishi, Chevrolet und Nissan Elektrofahrzeuge im Portfolio, die für jedermann zu erwerben sind. Viel wird darüber geschrieben aber wie schaut es wirklich mit den Verkäufen aus.

In Deutschland sind vor allem der Mitsubishi iMiev, Citroën C-Zero und der Peugeot iOn am Markt vertreten. Alle 3 sind mit identischer Technik ausgestattet. Ein Blick auf die Zulassungszahlen bringt aber Ernüchterung. Im ersten Halbjahr 2011 wurden in Deutschland 1275 Elektrofahrzeuge zugelassen. Bei insgesamt 1,62 Millionen Neufahrzeugzulassungen im ersten Halbjahr entspricht das einem Marktanteil von nicht einmal 0.08%.

Doch wie schaut es in anderen Ländern aus? In Japan beispielsweise wurden im ersten Halbjahr 2011 etwa 5758 Elektrofahrzeuge zugelassen. Die Ursache dafür ist aber vor allem bei der hohen Förderung für Elektrofahrzeuge zu suchen. In Japan werden Elektrofahrzeuge mit etwa 9.000 Euro pro Fahrzeug gefördert. Hinzu kommt, dass die Fahrzeughersteller ihre Verkaufsaktivitäten vor allem auf Länder mit hoher staatlicher Förderung konzentrieren.

Ähnlich viele Elektrofahrzeuge wie in Japan wurden auch in den USA verkauft. Hier sind es vor allem der Nissan Leaf und der Chevrolet Volt die am Massenmarkt präsent sind. Der Nissan Leaf wurde im ersten Halbjahr 2011 ganze 3.875 mal ausgeliefert und ist damit das meist verkaufte Elektroauto in den USA. Zum Vergleich vom Chevrolet Volt wurden im gleichen Zeitraum 2.745 Fahrzeuge verkauft. Beide Hersteller verweisen aber darauf, dass das Problem auf der Angebotsseite liegt und nicht auf der Nachfrageseite. Trotz begrenzter Kapazitäten planen Nissan und Chevrolet etwa jeweils 10.000 Fahrzeuge im Jahr 2011 zu verkaufen. Auch Citroën plant 4.000 Exemplare des C-Zero in 2011 in den USA zu verkaufen. Bei einem Gesamtmarkt wie im Jahr 2010 von 11,5 Mio Fahrzeugen entsprächen die Elektrofahrzeugverkäufe der 3 Hersteller damit einen Marktanteil von etwa 0,2% am Gesamtmarkt. Durch den etwas höheren Marktanteil ist auch davon auszugehen, dass sich das Netz der Ladestationen in den USA schneller ausbreitet als beispielsweise in Deutschland. Auch in den USA werden Elektrofahrzeugkäufe staatlicher subventioniert mit maximal 7,500 $.

Nissan Leaf and Volt

Image: Autobloggreen

Weltweit führend bei den Elektrofahrzeugverkäufen dürfte wohl Norwegen sein. Hier hat der Mitsubishi iMiev in den ersten 6 Monaten in 2011 schon die Spitze im Kleinwagensegment übernommen. Die Ursache dafür liegt vor allem darin, dass Käufern die Luxussteuer als auch die Mehrwertsteuer erlassen wird beim Kauf eines Elektrofahrzeugs.

Es bleibt festzuhalten, dass die Verkäufe der Elektrofahrzeuge derzeit vor allem durch staatliche Subventionen und Steuererleichterungen getrieben sind.

Sources: Manager Magazin, Autobloggreen

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